Zentralstrasse, Zürich

Das Gebäude steht an bester Lage in der gewachsenen Struktur von Zürich-Wiedikon und wird heute als Gewerbebau genutzt. Die Liegenschaft soll vollumfänglich saniert und in einen gemischten Bau mit Wohneigentum in den Obergeschossen und Gewerbe im Erdgeschoss umgenutzt werden. Das Umfeld ist geprägt von Blockrandbebauungen mit kleinteiligen Parzellenstrukturen und klar gefassten Strassenräumen aus der Zeit von 1850 bis 1950. Die Liegenschaft wurde 1973 errichtet und unterscheidet sich städtebaulich und architektonisch von den umliegenden Häusern. Sie stellt in der Umgebung einen Sonderling dar und soll auch nach der Umnutzung ebenfalls als solcher erlebbar bleiben.

Die neue Nutzung des Hauses soll nach aussen getragen werden. Die Liegenschaft erhält ein neues Gesicht und eine neue Identität. Kleinmassstäbliche Elemente wie vorspringende Balkone und Attikaaufbauten schaffen eine wohnliche Atmosphäre und verweisen auf die neue Nutzung. Französische Fenster und vorspringende Balkone prägen das neue Fassadenbild als ein kontextbezogener Stadtbaustein, als Wohnhaus mit Gewerbesockel. Ein wichtiges Merkmal der Wohnungen sind die neuen Stadtbalkone. Die Wohnungen bekommen eine partielle Überhöhe zur besseren Belichtung der Räume. Diese ortsbezogenen Merkmale schaffen für jede Wohnung eine spezifische Qualität.

Der Sonderling entwickelt sich zum Wohnling.