Industriestrasse, Luzern

Eine strassenbegleitende Hofrandbebauung bildet einerseits einen präzisen Abschluss zum Strassenraum und generiert gleichzeitig einen grosszügigen öffentlichen Hofraum. Der L-förmige Baukörper reagiert differenziert auf die sehr unterschiedlichen Massstäbe, welche die heterogene, sich im stetigen Wandel befindliche Umgebung auszeichnet.

Entlang des Strassenraumes tritt das Gebäude 6-geschossig in Erscheinung, zum Hofraum wird die Fassade auf 4 Geschosse reduziert. Die Strassenfassade weist eine feine Gliederung auf, indem ein öffentliches Sockelgeschoss, drei Dienstleistungsgeschosse und zwei Wohngeschosse im Attika thematisiert werden. Im Erdgeschoss vermitteln verschieden grosse Arkaden zwischen öffentlichem Raum und dem Innern des Gebäudes. Diese, den unterschiedlichen Nutzungen entsprechenden Eingangssituationen, ermöglichen eine adäquate Adressbildung und leisten gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zu einem lebendigen Strassenbild.

Die zwei obersten Geschosse werden leicht von der Fassadenflucht zurück versetzt, was den Baukörper moduliert und die Mächtigkeit der Fassade bricht. Gleichzeitig werden die Wohnungen im Attikageschoss ausgezeichnet, so wie man dies aus dem innerstädtischen Raum kennt.

Durch die kompakte Anordnung des Volumens wird im Innern des Areals ein parkartiger, grosszügiger Hofraum etabliert. Dieser vielfältig gestaltete Aussenraum steht sowohl den Bewohnern und den Mitarbeitern der Dienstleistung, aber auch der gesamten Nachbarschaft zur Verfügung.

Das Innere des übertiefen Gebäudes wird durch eine grosszügige Längserschliessung im Erdgeschoss und durch die drei Lichthöfe geprägt. Diese gedeckten Höfe stellen einerseits die Belichtung der Innenräume sicher, gleichzeitig verbinden sie die Geschosse optisch miteinander. Im Erdgeschoss werden verschiedene Nutzungen, wie zum Beispiel ein attraktiver Empfang, ein Restaurant und Sitzungsräume angeboten, zusätzlich besteht ein grosses Angebot an kleineren Einheiten, welche je nach Lage verschiedenartige Dienstleistungen aufnehmen können. Zudem erlaubt das vorgeschlagene Grundrisslayout eine vielseitige Nutzung des Raumangebotes, einerseits für Einzelbüros, andererseits für offene Strukturen und für attraktive Aufenthaltsbereiche.